Wie viel Europa darf's denn sein?
Unsere Podiumsdiskussion zum Thema:
Europas Antwort auf die Globalisierung
Wer sich am 14.5.09 gegen 19:30 im gemütlichen Halbdunkel des Gewölbekellers unterhalb des Deutschhofes in Heilbronn wiederfand, bekam eine junge, hochinteressante Podiumsdiskussion zu hören, die so gar nicht zu dem altertümlich-romantischen Ambiente passte: „Europas Antwort auf die Globalisierung“ – ein Thema von brennender Aktualität.
Obwohl zu beginn nur recht wenige Teilnehmer die Stuhlreihen besetzen, steigerte sich die Zahl der Zuhörer doch im Laufe der Veranstaltung zu einer recht ansehnlichen Größe um der zu Beginn sehr hitzig geführten Grundsatzdiskussion der verschiedenen Parteivertreter zu lauschen. Außer der Linken waren alle großen Parteien auf dem Podium sehr gut vertreten und auch die JEF ließ sich nicht Lumpen und schickte den redegewandten „jungen Experten“ Simon Kohl ins Rennen. Obwohl unter den Diskutierenden häufig ein erstaunlicher Konsens herrschte, kamen doch alle Parteiprofile klar heraus: Während Andreas Lanio (JuSos) und Björn Hayer (Grüne) sich für ein soziales und ökologisches Europa der Zukunft einsetzten, sprachen Christian Schuster (Junge Union) und Christopher Knaf (FDP) verstärkt von liberal-wirtschaftlichen und freiheitlichen Aspekten.Diesem themenoffenen ersten Schlagabtausch folgte ein von Moderator Oleg Haas (JEF) geschickt eingefädelter Übergang zum Kern des Themas: Der europäischen Antwort auf die Globalisierung. Hierbei lag der Schwerpunkt aller Parteivertreter auf einer schnellen Ratifizierung des Lissabonner Vertrags, der Entscheidungsprozesse innerhalb der EU erleichtern und Europa mit einer Stimme sprechen lassen soll.Nach über 90 Minuten hochinteressanter Diskussion war es am Ende sehr schön zu beobachten, wie die Diskutanten in freundlichen-interessierten Gesprächen die Hitze des Disputes hinter sich ließen und gemeinsam den still gewordenen Keller aufräumten: Ein Stück Europa – in Vielfalt geeint.